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Konzepte

1. Energiekonzept für die Region Westlausitz

Vollständiger Text als PDFDie Erstellung der Energiekonzeption wurde im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit Mitteln des Freistaates Sachsen gefördert.

Der Westlausitz – Regionale.Wirtschaft.Leben e.V. hat die Dresdner Ökotherm GmbH beauftragt, eine Energiekonzeption zu erarbeiten. Die Erstellung der Konzeption wird im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit Mitteln des Freistaates Sachsen gefördert. Hintergrund der Beauftragung ist das Ziel der Region Westlausitz (die durch den vorstehend genannten Verein vertreten wird), sich perspektivisch zur energieautarken Region zu entwickeln. Das große Ziel der Energieautarkie ist in dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) der Westlausitz als Leitprojekt festgeschrieben. Im Jahr 2006 haben sich vier Städte (Bischofswerda, Elstra, Großröhrsdorf und Pulsnitz) sowie neun Gemeinden (Arnsdorf, Bretnig-Hauswalde, Frankenthal, Großharthau, Lichtenberg, Ohorn, Rammenau, Steina und Wachau) zur Region „Westlausitz“ zusammen geschlossen und ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept erarbeitet, auf dessen Basis die Region im Oktober 2007 vom Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) zu einer von 12 LEADERRegionen des Freistaates Sachsen ernannt und damit als besonders förderwürdig eingestuft wurde. Bild 1 zeigt die Karte der LEADER-Region Westlausitz.

Als Träger der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) hat sich im September 2007 der „Westlausitz- Regionale.Wirtschaft.Leben“ e.V. gegründet. Die Bürgermeister der 13 beteiligten Kommunen sind Mitglieder in dem Verein und haben zum Ziel, den ländlichen Raum nachhaltig und zukunftsorientiert zu entwickeln. In diesem Zusammenhang ist die Profilierung der Region Westlausitz zur „Energieautarken Region“ einer der durch das ILEK gesetzten Schwerpunkte bzw. Handlungsfelder. Innerhalb des Handlungsfeldes nachhaltige Energienutzung ergeben sich die folgenden Handlungsansätze:

  • − Erstellung eines Energiekonzeptes
  • − Nutzung nachwachsender Rohstoffe zur Energieerzeugung
  • − Einrichtung eines Energiekompetenzzentrums

Entscheidend für den Erfolg und die Akzeptanz des Energiekonzeptes werden die durch die Umsetzung auftretenden direkten Erfolge sowie die sich ergebenden Synergieeffekte sein. In ökologischer Hinsicht ist dies z. B. die Reduzierung der CO2-Emission, die Erhaltung und Pflege der Landschaft sowie die Bewirtschaftung der Wälder. In ökonomischer Hinsicht ist dies die regionale Wertschöpfung bzw. Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. In sozialer Hinsicht sind dies die Verhinderung der qualifizierten Abwanderung und die Stärkung des regionalen Bewusstseins. Damit soll auch eine Bewusstseinsänderung in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften der Region hervorgerufen und durch das Aufzeigen von Chancen die regionale Identität der Bevölkerung gestärkt werden. Zunächst ist zu definieren, was unter „energieautarke Region“ zu verstehen ist: Vereinfacht dargestellt, spiegelt der Begriff Energieautarkie wieder, dass der Energieverbrauch in einer Region der Energieerzeugung in dieser Region entspricht. Der Begriff ist in diesem Zusammenhang im bilanziellen Sinne zu interpretieren. In der vorliegenden Konzeption wird der zu betrachtende Energieverbrauch auf die Bilanzbereiche „Strom“ und „Wärme“ begrenzt. Der Bereich „Verkehr“ wird in dem Vorhaben im Rahmen der Erhebung zwar erfasst, aber bilanziell nicht integriert. Die in der Konzeption untersuchten Schwerpunkte sind:

  • − Istanalyse in Bezug auf Struktur– und Verbrauchsdaten
  • − Ermittlung und Bewertung der Potenziale der Region
  • − Prognose der Bedarfsentwicklung
  • − Vorstellung und Bewertung der Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien
  • − Empfehlung zu Maßnahmen und deren Umsetzung

2. Aufbau eines kommunalen Energiemanagements

Infoblatt als PDFZur Umsetzung der in der Konzeption beinhalteten Maßnahmen und Strategien arbeitet die Region seit geraumer Zeit an der Etablierung eines kommunalen Energiemanagements. In diesem Zusammenhang konnte in enger Abstimmung mit der Sächsischen Energieagentur (SAENA) ein Leistungsbild erarbeitet werden, dass im Rahmen der Förderung für den ländlichen Raum ILE/2011 als förderfähig bewertet wird. In der Mitgliederversammlung am 27.06.2011 wurde basierend auf diesem Leistungsbild der einstimmige Beschluss zum Aufbau eines kommunalen Energiemanagements gefasst. Im Juli 2011 konnte der Fördermittelantrag für das sachsenweit einmalige Pilotprojekt beim Landratsamt eingereicht und Anfang Oktober bewilligt werden. Nach einer langwierigen europaweiten Ausschreibung des Projektes wurde am 03.04.2012 im Rahmen einer gemeinsam mit der SAENA organisierten Veranstaltung, an der auch Staatssekretär Dr. Jaeckel und Landrat Harig teilnahmen, der Startschuss für das Projekt gegeben. Die konkreten Inhalte und Fortschritte des Projektes werden auf einer separaten Homepage, www.energie-westlausitz.de,  präsentiert.